Klassische Philatelie

Vor der Reise ein Testament

Reisen um das Jahr 1800 waren gefährlich und dazu noch unbequem. Wer es vermeiden konnte, blieb lieber zu Hause. Besser regelte man von dort aus seine Anliegen per Brief, als sich den Folterqualen einer Postkutsche auszuliefern. Musste dennoch aus unaufschiebbaren Gründen eine Reise angetreten werden, wurde zuvor das Haus bestellt und ein Testament gemacht – selbst bei einem Katzensprung von Berlin nach Dresden oder Leipzig. Was das Reisen damals so gefährlich machte, beschreibt unser Autor Fritz Steinwasser in einer neuen Folge seiner beliebten Rubrik „Klassische Philatelie“, nachzulesen im BMS 9/13. Das Heft liegt ab 30. August am Kiosk und im Bahnhofsbuchhandel.

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Vom Steinwurf bis zur Geschosspost

Faule Grete.

Zeitgenössische Darstellung der „Faulen Grete“, mit der Markgraf Friedrich von Brandenburg 1414 die Mauern der Raubritterburgen im Lande zusammenschoss.

Es hat zu keiner Zeit an menschlichem Scharfsinn gefehlt, um Nachrichten möglichst schnell und sicher an ihr Ziel zu bringen. Aber wenn von der Übermittlung von Botschaften gar das Wohl und Wehe abhing, wurde der Einfallsreichtum bemerkenswert. Dabei ist es durchaus verblüffend, mit welch abenteuerlichen Methoden das Ziel erreicht wurde. Einen besonders kuriosen „Postweg“ zur Überwindung eines unpassierbaren Hindernisses fand das Hauptquartier des preußischen Feldherrn Herzog Ferdinand von Braunschweig während des Siebenjährigen Krieges (1756 bis 1763). Seine Verbindung mit dem unterstellten General Wutginau war durch die Lahn unterbrochen. Also wurden auf beiden Seiten des Flusses Posten aufgestellt, die sich fortwährend schriftliche Nachrichten zuwarfen. Diese waren um einen Stein gewickelt und wasserdicht verpackt, um im Falle einer Wasserlandung lesbar zu bleiben. (…weiter…) Weiterlesen →

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Fremdwörter aussortiert

Es gehört zu den Verdiensten des Begründers der modernen Post, Heinrich von Stephan, die offizielle deutsche Postsprache von Fremdwörtern gewissermaßen „gereinigt“ zu haben. An die Stelle französischer Postbegriffe (wie etwa „Recepisse“) traten entsprechende deutsche Bezeichnungen. Sie wurden damit auch zum Sprachgut der breiten Öffentlichkeit. Mehr dazu lesen Sie in unserer Rubrik „Klassische Philatelie“ im April-BMS. Das Heft erscheint am 28. März, einen Tag vor Karfreitag.

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Zwölf entscheidende Jahre

Correspondenzkarte des Norddeutschen Postgebiets.Preußens König Friedrich-Wilhelm IV. starb 1861 und machte damit für seinen Bruder Wilhelm den Weg zur Thronfolge frei. Der hatte zuvor seit 1857 stellvertretend, ab 1858 als Prinz-Regent, die Geschicke des Landes geleitet und trat nun seine Herrschaft mit hochgesteckten Zielen an. Mit der Berufung des Landadeligen Otto von Bismarck zum Preußischen Ministerpräsidenten erhielt die von nationalen Interessen bestimmte Politik Preußens in nur wenigen Jahren einen Aufschwung, der mit der Proklamation des Deutschen Reiches am 18. Januar 1871 im Spiegelsaal des Schlosses von Versailles seinen Höhepunkt erreichte. Mehr dazu lesen Sie im Februar-BMS auf Seite 34.

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Wer war Michael Matthias?

Die Entwicklung des brandenburgischen Postwesens seit 1649 zu einer für damalige Verhältnisse führenden Einrichtung in Europa ist in großem Maße einem gewissen Michael Matthias zu verdanken. Dieser trat 1639, 27-jährig, als Registrator in den Staatsdienst seines Landes und blieb bis zu seinem Tode 1684 im Dienst, mitunter als Postdirektor und Postrat. Matthias war für die Entwicklung des Postwesens in Brandenburg zur Staatspost ebenso bedeutsam wie 200 Jahre später der erfolgreiche General-Postmeister Heinrich von Stephan für die Deutsche Reichspost. Beide verbanden zahlreiche Gemeinsamkeiten, wie BMS-Autor Fritz Steinwasser in der neuesten Folge seiner Serie „Klassische Philatelie“ im Dezember-BMS herausarbeitet. Das Heft erscheint am 30. November; Abonnenten haben es einige Tage zuvor bereits im Briefkasten.

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Streitobjekt Nulltarif

Es gab zu jeder Zeit Bestrebungen, postalische Leistungen umsonst oder, wie es im Postgebrauch heißt, zum „Nulltarif“ in Anspruch zu nehmen. Legal – oder auch illegal. Dem einen wurde es von Amtswegen großzügig gestattet, dem anderen widerfuhr stets die Strenge des Gesetzes, wenn er versuchte, es den Privilegierten gleichzutun. Beides für sich bereitete etwa der brandenburgisch-preußischen Obrigkeit gleichermaßen große Probleme, wie unser Posthistoriker Fritz Steinwasser im November-BMS unter „Klassische Philatelie“ zu berichten weiß.

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Ein Arbeitstag im Brief-Postamt

Ein beliebiger Wochentag im Jahre 1884 in Berlin. In den Morgenstunden kommen mit den Postzügen rund 300.000 Briefe, Postkarten, Zeitungen und Warenproben in die Stadt. Sie sind bereits während der Bahnfahrt nach den neuen Berliner Bestellbezirken vorsortiert worden. Von den Berliner Bahnhöfen gelangen die Sendungen ohne Verzug zum Stadt-Postamt Berlin C.2 (Spandauer Straße). Im dortigen Sortiersaal übernehmen 30 bis 40 sorgfältig geschulte, ortskundige Unterbeamte das Postgut und sortieren es unter Aufsicht eines bewährten Postsekretärs. Das Ziel ist, wie an jedem Tag, alle Sendungen innerhalb von zwei Stunden in die 18.310 Häuser der Stadt mit ihren 1,2 Millionen Einwohnern zu bringen, die 1884 in 800 Straßen wohnen – auf einem Territorium, das sich von Nord nach Süd neun Kilometer und von Ost nach West zehn Kilometer ausdehnt. Wie das alles möglich gemacht wurde, lesen Sie in der Rubrik „Klassische Philatelie“ im kommenden Oktober-BMS. Das Heft erscheint am 28. September; Abonnenten haben es bereits ein paar Tage früher im Briefkasten.

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Auf dem Weg zum Weltpostverein

Postkarte des Weltpostvereins von 1900 mit einer legalen halbierten Frankierung aus der deutschen Kolonie „Marshall-Inseln“.

Postkarte des Weltpostvereins von 1900 mit einer legalen halbierten Frankierung aus der deutschen Kolonie „Marshall-Inseln“.

Die Idee Heinrich von Stephans zur Bildung einer allgemeinen internationalen Verkehrsgemeinschaft basierte auf den Erfolgen des 1850 entstandenen Deutsch-Österreichischen Postvereins. Mit ihm wurden innerhalb von 16 Jahren erste messbare Erfolge erzielt und damit der Wert einer postalischen Vereinigung über Ländergrenzen hinweg verdeutlicht. Die Erfahrungen dieser Zusammenarbeit von 17 in – und ausländischen Postanstalten beim geregelten und vereinfachten Postaustausch erwiesen sich als ein überzeugendes Argument für die Überwindung von Hindernissen auf dem Weg zum Weltpostverein. Mehr dazu lesen Sie im September-BMS unter der Rubrik „Klassische Philatelie“.

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Das Ende der kaiserlichen Reichspost

Zwischen der preußischen Postadministration und der Thurn und Taxis’schen Post bestand eine bis ins 17. Jahrhundert reichende Feindschaft um die uneingeschränkte Nutzung der Postregularien im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. 1866 zog Heinrich von Stephan einen Schlussstrich. Mehr dazu lesen Sie unter dem Titel „Eine lang geplante Liquidation“ in unserer Rubrik „Klassische Philatelie“. Sie finden den Artikel in der August-Ausgabe des BMS. Diese erscheint am 27. Juli.

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Guter Anfang – böses Ende

Es war ein Sieg über partikularistisches, kleinstaatliches Denken, als die Königlich-Preußische und die k.u.k. Österreichische Regierung am 6. April 1850 einen Vertrag unterzeichneten, mit dem ein einheitliches Postgebiet für beide Länder beschlossen wurde. Es sah bei Briefsendungen gleiche Porto- und Beförderungsbedingungen vor. Am 18. Januar 1852 gehörten alle 17 deutschen Postverwaltungen dieser Vereinigung an. Es war nun möglich, von jedem beliebigen Ort der Vertragspartner Briefsendungen nach jedem anderen Ort aufzugeben. Doch der Frieden hielt nicht ewig… Mehr dazu lesen Sie im Juli-BMS in der Rubrik „Klassische Philatelie“.

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